RC Modellflug Slow- und Parkflyer Microwarbirds und Co.

Donnerstag, August 31, 2006

Fly nie in the tree - Teil 2: The empire strikes back!

Frohe Neuigkeiten! Das Fliegerdenkmal in Burgdorf wurde aufgelöst.

Heißt im Ergebnis: Baum gegen Fliegernerds= 1 : 1 Ausgleich nach Punkten

Dank Thorsten und seinem offensichtlich bergsteigermässig ausgerüsteten Vater sind Thorsten und ich gestern mit diversen Leitern und Spanngurten sowie einem langen Greifererntedingsbums zum Ort des Verbrechens gefahren. Da ich mich morgens wegen Magen-Darm-Problemen übergeben hatte und entsprechend noch etwas wackelig auf den Füßen war, habe ich selbstverständlich den Part auf der Leiter (und auf dem Baum) übernommen...

War aber auch nur fair, schließlich habe ich ja den exotischen Landeplatz ausgewählt.

Erste Reaktion von Thorsten: Oh, das ist hoch.

Die zwei aufeinanderstehenden Leitern (kein Witz!) hatten ca. 4m Höhe. Damit befanden wir uns noch deutlich unterhalb der STrecke zum Flugzeug. Wankelmütige hätten da aufgegeben. Aber da wir ja eher für unsere Beharrlichkeit als für unsere Cleverness bekannt sind, haben wir die leiter erstmal am Baum festgebunden.

Ich bin dann rauf und habe halt noch ca. 3m auf dem Baum zurückgelegt. Dann konnte ich mir von Thorsten den Greifer geben lassen. Und dann rumstochern wie der Storch im Salat. Greifermechanismus ging nicht, da man da beide Hände für braucht und die Natur leider den Greifschwanz wegrationalisiert hat.
Und tatsächlich - den flieger konnte man Stück für Stück runterschubsen.

Ein Sieg für uns! Der Flieger ist noch bis auf Akku und kleine Delle im Flügel (vom Schubsen) neuwertig, das Equipment wird noch gecheckt, sieht aber gut aus.

Andreas hatte zwischenzeitlich bei einem Spaziergang das Kabinendach gefunden (wie wahrscheinlich ist das denn????).

Ich brauch jetzt unbedingt ne ganz billige Ausstattung und ganz wenig Bäume für den nächsten Flug!

Sonntag, August 27, 2006

Spitfire supermarine MK XIV



Habe die Woche Urlaub zum Bau (wenn man das so nennen will) der Spitfire von Cox genutzt.

Da ich ja mit dem mod auf Qurerruder meine Erfahrungen habe (Übrigens: die Thunderbolt ist noch im Baum...) ging mir das Ganze recht schnell von der Hand. Die Ausschläge fand ich wieder mal zu mau und habe das Ganze mit einem breiteren Ruderhorn etwas beheben können.

Ich hab die Komponenten wieder eingeklebt, diesmal robbe Lipo 350 mAh 2 Zellen, 14A Regler, Grauper Motor 250. Fazit: Der Graupner bringt es echt nicht, der Originalmotor hat mehr Druck. Also wieder anderen Motor angelötet.

Das Teil harrt nun seinem nächsten Flug, aber der Standschub verspricht viel mehr Flugvergnügen. Bislang habe ich das Teil bei Starkem Wind in ein paar Platzrunden zwingen können, ein Spass wars aber nicht, weil die kleinen Warbirds Geschwindigkeit brauchen, die mit dem Graupner Motor nicht zu erreichen war. Die Aerodynamik der Teile ist aber einfach nur Klasse, davon konnte ich mich schon überzeugen.

Morgen also endlich volle Performance!

Donnerstag, August 24, 2006

MiniMag Erstflug


Der Kleine fliegt! Lutz und ich haben uns heute getroffen, um mal wieder zu beweisen, was für unglaubliche Fliegerasse wir sind... . Er hat seine GeeBee eingepackt sowie den Mini Warbird, ich habe heute morgen den MiniMag in mein Auto gestopft, wobei schon sein erster Vorteil zum Tragen kommt: Abnehmbare Tragfläche. Ich überlege gerade, ob ich statt des bekloppten ewigen Abziehens der Servoverlängerungskabel einfach mal auf eine Art Steckverbindung über Multiplex Hochstromstecker umsteige. Mal schauen, wenn´s gebaut wird, gibt´s auch einen Bericht.

Wir sind also raus auf die Wiese hinterm Silo (und noch viel weiter). Das Gespräch auf dem Weg Richtung Hinrichtungsplatz gestaltete sich wie folgt:

"Ist ja heute eigentlich viel zu windig..."
"Echt kein Flugwetter für Erstflüge..."
"Nee, echt nicht!"
"Wahnsinn, heute zu probieren..."
"Echt bekloppt"
.
.
.
Dank dieser kurzweiligen Unterhaltung waren wir auch recht schnell am üblichen Abflugplatz angekommen. Ans Umkehren haben wir wohl beide gedacht, aber keiner hat´s gesagt. Und dann muß man ran. Dicke Eier sei dank. Aus der Nummer kommt man ohne Gesichtsverlust nicht raus..

Der Mini- Warbird hatte null Druck, wird deshalb nicht weiter erwähnt. Aber schöner und sorgfältiger, vor allem robuster Neuaufbau. Ab heute mit Brushless.

Dann kam der MiniMagister, bereits wie auf dem alten Photo zu sehen wasserflugtauglich aufgebaut. Dann das alte Prozedere beim Erstflug: Motor leicht an, Funke ablegen, etwas losjoggen, die Kiste gegen den Wind halten und mal vorsichtig prüfen, ob er Wind unter die Flügel bekommt, kurz loslassen, wieder einfangen, das Übliche eben. Lutz fragte dann - hilfsbereit wie er ist - ob er mehr Gas geben solle. Ja, bitte. Er also meine Funke in der Hand, Gas gegeben, ich laufe los... und das Ding HAT Wind unter die Flügel bekommen. Und zwar so viel, das mir die Kiste aus der Hand geflitscht ist und Lutz sich unversehens in der Rolle des Erstfliegers von MEINEM Minimag wiedergefunden hat.

WARUM LÄßT DU LOS!!!!???? (Schrei von Lutz)- ich hatte natürlich allzeit vollstes Vertrauen zu seinen Flugkünsten, hatte er mir doch gerade von seinem akkurat auf einer Betonplatte gelandeten Microwarbird berichtet und die Abstürze mit der P- 51 und der GeeBee waren ja auch schon drei Tage her... ;-)

Um es kurz zu machen: Die Kiste fliegt gut. Das auch für den Flugbetrieb nötige Wasserruder (als Seitenruder, es wirkt der Tendenz entgegen, dass die Kiste durch die zusätzlichen Schwimmer zu behäbig reagiert) hat bei den heutigen vier Landungen auf der Wiese nix abbekommen, da es robust genug aufgebaut ist und sich schlimmstenfalls wohl verbiegen wird.

Der Schwerpunkt ist durch kleine eingeschäumte Zapfen in den Flächen deutlich gekennzeichnet und funktioniert auch mit den Schwimmern. Insgesamt läst sich durch den doch recht starken Wind keine wirklich objektive Aussage treffen. Mir war das Verhalten trotz 10 g Trimmblei in der Nase etwas zu hecklastig, was allerdings bei Flügen mit dem Wind wieder überhaupt nicht zu spüren war. Gegen den Wind eine extrem starke Neigung zum Aufstellen, die aber durch etwas Trimmung nach unten spürbar verbessert wurde und sich auch nicht nachteilig auf Flüge mit Rückenwind auswirkte.

Insgesamt ein sehr erfreulicher Erstflug, nur einen Akku leergeflogen (3 Zellen LiPo, 1800 mAh, LRP 480er Motor), etwa 10 Minuten Flugzeit mit vielen Vollgasphasen wegen des Windes.

Der Bericht vom ersten Wasserflug, die Brushless- Umrüstung und die Multiplex Flächenverbinder werden folgen...

Montag, August 21, 2006

Grossmodellflugtag Lehrte



Jungs, das war ein Fest!
Schade dass wir in der Gruppe einen Ausfall hatten. Ich hoffe nur dass das nicht jedes Jahr auf den gleichen Termin fällt!

Ich hab ja noch ein bisschen Werbung gemacht und konnte für den Sonntag einige begeistern. Dennis ist jetzt voll angefixt und hat schon die ersten Bilder online!

http://www.medienmogul.de/flugtag/

Meine Mini P-40 bin ich gestern bei Regen nochmal geflogen, allerdings ist die Motorwelle verzogen und der wird jetzt so heiss, dass der Kleber wieder weich wird. Da kommt jetzt was neues rein. mal sehen was unsere Apotheke zu bieten hat!

Freitag, August 18, 2006

Mini-Magister made by Multiplex, versemmelt by SirCorum soon...


Nach zwei wunderbaren Flugstunden gestern mit Dirk (den ich nun wohl auch endgültig angespitzt habe - by the way: er hatte sich schon den Slow-V geholt und gleich versemmelt) wird es wohl nun bald einen zweiten Easystar in unserer Gruppe geben. Ich bin gespannt.

Gestern morgen um 2.00 Uhr bin ich mit dem Minimagister von Multiplex fertig geworden. Der Aufbau wie immer ein Genuss, alles bis ins kleinste beschrieben. Muss man nicht viel erzählen. Der letzte Schliff waren die Anlenkung fürs Wasserruder und die Aufkleber. Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch das entsprechende lenkbare Spornrad gebaut, damit auch ich endlich mal den Bodenstart ausprobieren kann (oder doch gleich aufs Wasser? Ich weiss noch net so recht).

Der Standard 400er ist gleich rausgeflogen und wurde gegen einen LRP Motor getauscht. Mal ehrlich, bei 650 Gramm ist die Kiste sonst gnadenlos untermotorisiert (ebenso wie der Easystar mit Standardmotor) eine gefährliche Situation und man kann den Staubsauger holen um die Krümel zu entfernen.

Der erste Flugbericht wird bald folgen.

@ Cougan: Sorry! § 959? Dereliktion? Dann schlafe ich ab morgen unter dem Baum ;-)

@ Lutz: War wohl nicht soo optimal geworfen, was? Nächste Mal wieder die Wiese, gelle?

Donnerstag, August 17, 2006

Cox P-40 Warhawk Micro

Endlich steht dem Dogfight auf der Hundewiese nix mehr im Wege, unsere Lieferung ist gekommen!

Die Microwarbird Serie von Cox umfasst die schönsten Jäger der Alliierten und bietet auf unter 50cm Spannweite alles was das Herz begehrt. Super detailiert und vorlackiert mit Motor und Zubehör für rund 20 €.




Vorbereitet ist die Steuerung über Seite/Höhe aber ich habe mich gleich an eine QuerruderMod gemacht.

Um maximale Ruderwirkung zu erreichen habe ich die komplette Hinterkante getrennt und so die angedeuteten Klappen und Ruder zusammengefasst. Die beiliegenden Klebestreifen dienen als Schaniere und wurden nur von unten aufgeklebt. Der beiliegenden Stahldraht wurde zu einer Wippe/Anlenkung gebogen und konnte fast unsichtbar im Flügel versteckt werden. Die Verbindungen wurden mit Schrumpfschlauch realisiert. Das Servo konnte wunderbar in der Mitte versenkt werden. Lediglich auf die Klickverbindung der Flügel musste ich verzichten, aber bei der Größe kann ich auch starre Flügel akzeptieren.
Da ich gerne meine vorhandenen 700 mAh Zweizeller nutzen wollte, musste ich eh die Schnauze etwas vergrössern und die Positionierung der Komponenten etwas verändern um den richtigen Schwerpunkt zu erreichen. Zugabe von Blei kommt nicht in Frage da Leichtbau nicht nur wegen des großzügig dimensionierten Akkus erstes Gebot ist. Das Höhenruder-Servo wanderte sehr weit nach hinten. Ausserdem flog auch die kleine Schaltplatine raus und eine Lösung für den Akkuwechsel wurde in einer halbiert/offenen Schnauze gefunden.
Mit diesem Ausbau komme ich auf ein Startgewicht von 135 gramm, also rund 10 gramm unter der Vorgabe und dass bei einem 700mAh Akku!
Dabei habe ich kein Material als das Mitgelieferte benötigt.
Da natürlich ein Servogestänge nach dem Zusammenkleben ausseinanderging habe ich noch ein zweiten Eingang unter dem Cockpit geschnitten, was jetzt kleinere Arbeiten im Inneren möglich macht.

Zu guter Letzt habe ich noch die weissen Kanten des Styropors angemalt und die Abziehbilder aufgebracht. Das Ergebniss habt ihr oben gesehen. (den Gummiring müsst Ihr euch wegdenken)

Leider waren die ersten Wurfstarts sehr ernüchternd und die Nase hat sehr gelitten, obwohl es gar nicht so fies aussah. Die trennbare Nase hat der Stabilität nicht unbedingt gedient. Aber mit ordentlich Schmackes geworfen erreicht das Modell nach einigen Metern die nötige Geschwindigkeit und lässt sich dann wunderbar Fliegen. Sehr schönes Flugbild und ordentliche Steigfähigkeit. Rollen sind gut zu fliegen sahen aber etwas eierig aus. Das verhältnismässig stark tragende Profil fällt hier stark auf. Mit etwas Tiefe im Scheitelpunkt lässt sich sicher noch was machen aber bei dem kleinen Flitzer nicht ganz einfach. Ein Looping ist mir noch nicht geglückt und ich denke ohne extremsten Anlauf nicht möglich.
Ein Augenschmaus sind jedoch detailgetreue Vorbeiflüge. Alles in Allem mit dem mitgelieferten Schweinemabucci gut motorisiert und einfach ein tolles Komplettpaket. Auch bei leichtem Wind geht noch was.

Den Aufbau würde ich wieder genauso machen, idealerweise mit nem 350er Lipo. Dann sollte mit einem Abfluggewicht von 125g auch ein unkomplizierter Start und eine sichere Landung möglich sein. Denn auch wenn das Stallverhalten sehr human ist, wird die Landung durch die hohe Geschwindigkeit immer zur Zerreisprobe.

Jetzt fehlen nur noch ein paar Achsen-Modelle. Denn die Mini Ju (angeblich der gleiche Produzent) ist ja nicht wirklich eine Lösung.
Wem dieser Post zu knapp ist: hier gibt's 100 Seiten in englisch!

Fly nie in the tree...

AHHHHHrrrrGG!!!

Ich bin so ein ~~~******!

Gestern schön den Microwarbird mit Brushlessmotor testen gegangen.

Einfach so hinterm Haus auf dem Feld. Angrenzender Wald. Ahnt ihr was?

Klar, Fliegerchen geht schön ab Richtung Feld, ich ziehe die erste Kurve, Zucker.
Richtung Wald geht das Teil immer höher, sehr schön! Jetzt sollte langsam das Abdrehen kommen. Mann ist die schnell! Dann entscheide ich mich für abdrehen gegen den Wind. Hat zu lange gedauert.

Perfekte Landung auf ca. 9m Höhe. Martina konnte mich gerade noch davon abhalten, mir den Hals zu brechen beim erklimmen.

Fazit: Ein wunderschönes Denkmal für die Fliegerei am Ortsrand von Burgdorf. Der Lipo dürfte es mittlerweile wegen Entladung schon hinter sich haben. Wenigstens explodiert er dann nicht...

Ich hatte das Teil gerade so schön fertiggestellt. Komponenten: Motor 34 €, Regler 35 €, Empfänger 39 €, Servos 24 €, Flieger 20 €. Das schlimmste ist die Arbeit, die man in die Mods ect. investiert hat.

Werde wohl nun wohl oder übel von vorn anfangen müssen, wohl auch mit der Spitfire (sorry Thorsten, ich werde sie anders designen).

Ich könnte kotzen. Aber das Leben geht ja weiter (tut es das wirklich?).

Ab jetzt nach jedem Sturm raus aufs Feld, wie? Gibts eigentlich dressierte Eichhörnchen?

Mittwoch, August 16, 2006

Focke-Wulf FW 190 A


Historisch gesehen kam nach dem anfänglichen Disaster mit der Kawasaki gleich am nächsten Tag ein absoluter Frustkauf: Ich wollte mir und der Welt beweisen, dass ich einen Warbird fliegen kann (die Voraussetzung ist eben nur, dass ich ihn nicht bauen muss...).

Also im Laden um die Ecke für teuer Geld (geschmeidige 130 €) die FW 190 A von ALfa-Modells geholt. Fairerweise ist dazu zu sagen, dass die Servos bereits eingebaut waren.

Spannweite 85cm, Gewicht 390g mit Akku (3Zellen, 1000 mAh Graupner)

Der Kauf hat zum zweiten Mal zu leichten Spannungen in der zwischenmenschlichen Beziehung zuhaus wegen Fliegerei geführt.

War aber unumgänglich, ich glaube ich hätte sonst den Fliegerkram hingeschmissen und mich feige gefühlt. Stattdessen Axi aus der Kawa rein (extrem gute Motoren!) und los.

Und zwar auf einem Modellflugplatz um die Ecke mit reichlich fachkundigen Leuten (ich LIEBE es!).
Ich hatte vorher mit FMS auf dem Laptop geübt und hoffte, dass das für das erste rein Querrudergesteuerte Modell langt.

Deshalb einfach mit Puls 200 das Teil losgelassen - und mit einem angsteinflössenden Heulen geht sie weg, ist schon 20m weiter, als ich zum ersten Mal in die Ruder greife.

Eieiei ist die schnell... Nach ein bisschen Tempo rausnehmen läßt sie sich aber sehr präzise steuern. Windböen? Eigentlich kein Problem, Antrieb und Profil kommen damit sehr gut klar.

Nur ein Problem treibt mich um - wie kriege ich das giftige TEil wieder runter?

Das geht gottseidank ebenfalls sehr präzise, obwohl ich das erste Mal vor lauter REspekt recht weit weg gelandet bin.

Kurzum: Ein Wahnsinnsflieger, der eigentlich alles kann. Sehr schöne Rollen Lopings, Rückenflug, aber auch gute Langsamflugeigenschaften für einen Warbird. Das Abrissverhalten ist auch eher in Richtung durchsacken, sehr fair.

Habe das Teil leider gerade in Reparatur, weil ich mich beim Rückenflug überschätzt habe und so eine rumpelige Notlandung machen musste. Rumpf und Flügel sind aber sehr robust und heile geblieben. Motorspant und Batteriebefestigung müssen aber neu. Jetzt bau ich gleich ein Einziehfahrwerk ein, mal sehen, ob das geht...

Ich kann den flieger sehr empfehlen. Wenn was damit schief geht, ist es definitiv die eigene Schuld. Wer einen schnellen Warbird will bekommt hier ein schon fertig gebasteltes Sahnestück.

Ich werde sicher weiter viel Freude damit haben. Ich denke, bislang kann ich ca. 60 % der Möglichkeiten des TEils überhaupt fliegerisch bewältigen. Aber dennoch ein gelungener Einstieg, um die Angst vor Querrudermodellen zu nehmen. Bei der Bestückung aber in jedem Fall darauf achten, dass der Flieger schön leicht bleibt - unter 400g!

Dienstag, August 15, 2006

Easystar - oder: wie ich nach 7 anderen Fliegern den fand, den auch ich beherrsche... Der Nerd - Flieger schlechthin

Ok, als nun offizielles Member des Flyer- Beyer Teams nun auch noch mein Senf zu der ganzen Geschichte!

Nachdem ich diverse Elektro- und Verbrenner Fahrzeuge um diverse (vereinzelte) Laternen gewickelt, diese unmotiviert quer zur Fahrtrichtung über Parkplätze gerollt und aus anderen nicht mehr nachvollziehbaren Gründen zerschossen habe, ging mir irgendwie der Spass aus. Und da ich notorisch zu viel Geld habe (viel zu viel!), mußte nun ein Hobby her, das weh tut. Es mußten einige Bedingungen erfüllt sein: Wenn´s schief geht, mußte es teuer sein. Es sollte laut sein, wenn es schief geht und es mußte bei einem Crash so klingen, dass sich einem die Nägel umkrempeln. Man sollte regelrechte körperliche Schmerzen empfinden, sobald einem die Kontrolle entgleitet (nein, kein Strömungsabriss, BITTE...)

FLIEGEN!

Modell Nr. 1: Die Einstiegsdroge war ein Geburtstagsgeschenk von Cougan im letzten Jahr. Eine wie auch von ihm beschriebene Mini- Piper eines bekanntermaßen weniger qualitativ als viel mehr vom finanziellen Standpunkt her interessanten Vertrieblers diverser Männerträume (Kunrad oder so...)

Das Ding flog ordentlich, hat Spass gemacht, nur leider war die Steuerung zum Erlernen des Fliegens weniger geeignet. Ein Umbau in diesem Jahr nach eigenen Ideen führte nach kurzen (aber spektakulären) Flügen zum unrühmlichen Ende. Rest in Peace. Wenn der Bauer gemäht hat, werde ich eventuell nach den restlichen Trümmern suchen.

Modell Nr. 2: Eine Hentschel HS- 126 von SIR, einer tschechischen Firma. Laut Hersteller einfachste Flugeigenschaften. Klar. Und ich hab nen A 380 in der Garage. Mit Klappflügeln. Um es kurz zu machen: Fünf Stunden liebevollen Bauens . Mindestens fünf Dinge so falsch gemacht, wie man sie nur machen konnte. Von Cougan geworfen, nicht mal fünf Sekunden geflogen (wie ich dieses Geräusch des Einschlagens liebe!) - alles still, alles breit. Tränen, Schulterklopfen ("Es war so besser für ihn". "Hat sich ja nur noch gequält, der Arme". Schlagwort " Flugzeughimmel") , das ganze Programm. Die Kiste befindest sich gerade in einer Reanimationsphase, gepaart mit der Hoffnung auf Windstille und der jederzeit ausprechbaren Ausrede, dass nun gerade doch zu viel Wind sei, da habe sich schließlich ein Grashalm gebogen, außerdem habe ich kalte Finger, Akku ist leer und überhaupt, hätte ich das Geld für dat Ding nicht besser spenden sollen...?

Zweimal ist sie wieder geflogen, allerdings höchst unkontrollierbar - ich bastele noch.

Modell Nr. 3: Ein Elektro - Uhu von Graupner, Baukasten hergestellt 1986 - jahrelang im Keller und während der Examenszeit aufgebaut, um den Stress zu kompensieren. Ich baue noch und die Folienbespannung "geht ganz einfach" ... ja- ha, genau Du Wurst! Wenn ich seit 75 Jahren einen Modellbauladen betreibe und in meinen Jugendjahren anno 1926 schon die Kiste von Lindbergh bespannt hätte, DANN wäre das einfach! So nicht, so ist es einfach frustig, den zweiunddreißigsten Meter Folie aufzubringen, ein Meer von Wellen und Beulen zu sehen, abzureissen, laut "Scheisse" zu schreien und sich den Rest der Woche zu ärgern. Langsam wirds aber besser...

Modell Nr. 4: Abends bei Ebay gestöbert, "oh, geile P-51 von Kyosho, ach gibste mal 70 € ein, geht ja eh drüber - *Piff* ersteigert. Nee, danke". Nie geflogen, Schiss wegen Querruder.

Modell Nr. 5: JU- 52 von Graupner: kleines, garstiges Modell mit Hang zum Strömungsabriss. Bei Windstille recht lustig, werde ich auch weiter verfolgen. Nur über Höhe und Seite zu steuern, aber trotzdem net einfach.

Modell Nr. 6: Der Easystar von Multiplex. Man muss nicht viel erzählen: innerhalb kürzester Zeit aufgebaut, innerhalb kürzester Zeit das Fliegen mit Höhe und Seite ... naja, nicht wirklich "gelernt", aber immerhin eine Ahnung bekommen. Stressfrei, weil gute Segeleigenschaften, aber mit Tuning- Motor auch recht fix. Looping ohne Probleme möglich. Da ich ein kleines Auto fahre, ware mir die Möglichkeit zur Demontage der Flügel wichtig. Geht gut, ich empfehle noch das Einharzen von Magneten an der Flächenverbindung. Bis jetzt auch noch keine Abstürze, trotz diverser bekloppter Manöver (Keiner da? Gut! Also, jetzt auf Strauchhöhe übers Feld... ).

Modell Nr. 7: P-47 von E- Flite: Sieht geil aus, nicht sooo schwer zu fliegen (sagt man), aber Querruder macht mir trotzdem Angst. Steht im Keller und harrt seiner Zerstörung.

Modell Nr. 8: Davon wußte El Luz noch gar nix, gelle? Trommelwirbel: Ein Kyosho Warbird mit 1,80 Meter Spannweite, Verbrenner und Einziehfahrwerk!

Kleiner Scherz.

Multiplex MiniMagister, zum Erlernen des Querruderfluges, mit Schwimmern, wird demnächst vorgeführt... fast fertig. Die P-47 lasse ich mir zum Geburtstag schenken... ;-)

Kawasaki Hien 64 "Tony"


Ich komme mal zu meinem dritten Flugzeug (zu meinem zweiten "echten"). Ein absoluter Traum von einem Warbird von FSK aus Tschechien.
Es handelt sich um den einzigen Kampfflieger der Japaner aus dem 2. Weltkrieg, der einen Reihenmotor hatte. SIeht entsprechend auch schnittig aus mit sehr langer Nase. Das Dekor ist der Hammer, Silbern mit dunkelgrünem Tarnmuster drauf.
Der Bau von FSK-Modellen ist nicht wirklich anfängertauglich. Man muss halt schon eine Ahnung davon haben, worauf es ankommt bei der Stellung der Flügel ect.

Das habe ich dann (wieder mit Publikum, hurra!) Sylvestermorgen 2005/2006 auch nachhaltig festgestellt. Erster Flug: Wow, geht nach oben weg... aber so stark? Ergebnis: ein kompletter Loping mit anschliessender Landung. Das war nicht geplant und reines Glück, dass der Loping am unteren Ausgang mit der Bodenhöhe übereingestimmt hat.

Das hätte mir eigentlich reichen sollen.

Es musste aber noch ein 2. Versuch sein.

Diesmal weniger hoch, dafür ein sehr gemeiner unkontrollierbarer Flug, bei dem klar wurde, dass das Querruder absolut gar keine Wirkung zeigt. Der Absturz tat echt weh, sowohl Fläche als auch der Rumpf waren übel gerissen.

Ich habe ca. 2 1/2 Monate gebraucht, bis ich mich wieder an das Teil rangewagt habe. Nach der Reparatur und einem weiteren Absturz aufgrund eines zu riskanten Flugstils besteht der Flieger jetzt in weiten Teile aus Tesa und Uhu Por. Fliegt aber super. Sehr elegant und sehr vorbildgetreu. Aber auch anfällig für zu wenig Speed und nachlässige Landungen.

Insgesamt absolut nichts für Anfänger, das Teil. Ich hatte es aber auch echt verbastelt mit zu schweren Akkus, die einen zu hohen Schwerpunkt hatten und einer Schiefstellung der Flächen zum Höhenruder. Hätte aber bei der recht großen Spannweite (91 cm) gedacht, er wäre etwas gutmütiger...

Montag, August 14, 2006

Twety und Bibo


Ok ich beginne mit den Anfängen:

1. Twety
Mir ist klar, dass nur Frauen zB Autos Namen geben. Ich habs bei meinem ersten fernsteuerbaren Modell aber trotzdem getan. Er ist halt klein und gelb.

Ein Piper-Cub-Plagiat (Hochdeckersportmaschine) mit ca. 35 cm Spannweite. Höhe über Motordrehzahl und Seitenruder.

Nach mehreren Frusterfahrungen ist das Teil echt geflogen! Damit war klar: Ein neues Hobby!
Sofort wurde das arme kleine Teil mehr oder weniger sinnvoll "verbessert". Hat fast alles nichts gebracht, aber man lernt dazu. Der letzte VErsuch mit brushless- und Lipo Technik hat ergeben, dass insbesondere die Tragflächen zu weich für höhere Geschwindigkeiten sind.

2. Bibo
OK schon wieder ein Name. Passt aber, weil es sich um eine weitere Pico-Cub handelt, diesmal von Multiplex und mit 1,14 m Spannweite. Gesteuert wird über Höhen- und Seitenruder.
Damit ging das Fliegen in tatsächlich kontrollierbaren Bahnen. Der erste Flugversuch war allerdings ein Absturz, da ich zu viel Höhe gezogen habe (typische Angstreaktion...) und dadurch sämtliche Fahrt aufgebraucht war.
Beschädigungen waren schnell beseitigt und mit viel Publikum (Grüße an Thorsten und Andreas) fand dann der erste erfolgreiche Flug statt. Danach war Fliegen mit dem Teil immer ein Vergnügen.
Tipps dazu:
-Sofort auf Getriebeantrieb umrüsten und größeren Propeller fliegen, damit auch Bodenstarts gelingen.
-Die optionalen Verstrebungen sind wichtig, gleich montieren.
-Das Fahrwerk ist zu schwach, hier lohnen gleich dickere Drähte oder auch ein CFK-Fertigfahrwerk
Das Flugzeug fliegt sich insgesamt extrem eigenstabil und gutmütig, allerdings auch recht träge.
Es hat immense Nehmerqualitäten und ist fast immer wieder zu reparieren, da es aus einer Art Styropor ist.
Kurz: Ein absolut empfehlenswertes Einsteigermodell, das ich immer noch gerne fliege.

Samstag, August 12, 2006

Ultraleicht Cox zu Elektro mod

Der Flug des Phoenix!
Als Kind habe ich mal von einem Kollegen meines Vaters ein Ultraleicht Modell von Gaupner/Kyosho(?) bekommen.
Das sehr detaillierte Modell wurde mit einem Cox ohne Gassteuerung befeuert. Leider habe ich mich damals nur mit dem Motor herrumgeärgert und nur einen Flug direkt in einen Garten-Baum gemacht. Seitdem nervte der Vogel meine Ma in ihrem Zimmer.

Dank neuester Lipo/Brushless-Technik habe ich das gute Stück jetzt seiner Bestimmung entsprechend dem Himmel übergeben. Sehr stilecht flog das Gerät über imaginäre Antilopenherden und Giraffen.

Leider leidet das Alluminiumgestell sehr unter jedem Bodenkontakt und so war irgendwann, mein Vater sollte nach den vielen Jahre auch mal steuern, der Rahmen so verzogen dass wir dem Modell den Heldentod haben sterben lassen.

R.I.P -schön dass du nicht einfach ausgemustert wurdest.

Robbe Sopwith Pub

Dieser Shocky war mein erstes 'richtiges' Rc-Flächenmodell. Die Motorisierung ist nach Robbe Empfehlung, nur dass ich mit 700 mAh fliege, was ich nur empfehlen kann. Auch die Servos sind inzwischen recht schwer (Conrad 5€-Minis, leider etwas lahm), da ich die Superleichten für andere Projekte brauchte. Durch die Verspannung hab ich noch etwas V-Form erzwungen, sodass jetzt ein eigenstabiles Flugverhalten für Anfänger möglich ist.

Dank Querruder, die zuerst nicht gebraucht werden und voller Slomo-Kunstflugtauglichtkeit ein superschöner Sundowner...

Ein Flugzeug-Experte hat mich mal darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Modell eher einer Spad nahekommt als einer Sopwith Pub. Nach Google Recherche würde ich Ihm Recht geben und wundere mich über Robbe. Aber generell ist die Serie wohl nicht für Scale-Ambitionierte gedacht. Als Silluette im Sonnenuntergang sieht's trotzdem toll aus.

Das Rc-Nerd-Team stellt sich vor



RC-Spass macht fast so sexy wie Computerspielen und wird so zum sauberen Spass an der frischen Luft.

Manchmal muss man seiner Freude über einen gelungenen Jungferflug oder der Trauer über die Resultate von Selbstüberschätzung und Co einfach Luft machen.

Mods und Erfahrung mit diversen Modellen und wo immer uns dieser Blog hinführt...